FURSCAPE

2010
Lambda print
200x85 cm
mounted on Dibond behind acrylic glass, framed


en:
In FURSCAPE, Mario Kiesenhofer enlarged a fragment into monumental dimensions, bent an excerpt into the shape of a landscape, translated the nature of fur into the nature of an image. The image reveals the characteristics of the excerpt, the logic of interruption, the interruption of time and space. What seems like a fur landscape is the product of an apparent seamless stringing-together of macro photographs that suggest the image of a motif that never existed, interrupting the link between the illusionism of the image and its representational quality. The relationship between the depicted object and the image is of an imaginary nature, causing the collapse of representationalism and the image to become the object of what it narrates.

Text: Andreas Spiegl
Translation: Fabian Patzak

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de:
In der Arbeit »furscape« wird das Fragment zum Monument vergrößert, der Ausschnitt zur Landschaft umgebogen, die Natur eines Pelzes in die Natur des Bildes übersetzt. Was eigentlich ins Bild gerät, ist seine Ausschnitthaftigkeit, seine Logik des Unterbrechens, des Unterbrechens in Zeit und Raum. Was hier als Pelzlandschaft erscheint, ist das Produkt einer scheinbar fugenlosen Aneinanderreihung von Makroaufnahmen, die das Bild eines Motivs suggerieren, das es so nie gab. Die Kette zwischen Illusionismus des Bildes und seiner Abbildhaftigkeit wird unterbrochen. Die Relation zwischen dem Gegenstand, der hier abgebildet erscheint, und dem Bild ist von imaginärer Natur. Damit bricht das Bild selbst in die Gegenständlichkeit ein, wird selbst zum Gegenstand, von dem es erzählt.

Text: Andreas Spiegl


FURSCAPE
FURSCAPE

exhibition view @ gallery Ernst Hilger